(fod). Je näher der Tag des Schulabschlusses rückt, umso dringlicher wird die Frage, wie es danach weitergehen soll. Das Angebot an Berufswegen und Studiengängen ist jedoch schier unerschöpflich. Wie darin das Passende für sich selbst finden? Antworten darauf können die Hochschulinformationstage liefern, die alljährlich Ende Januar Massen von Schülern an die Justus-Liebig-Universität (JLU) und die Fachhochschule (FH) Gießen-Friedberg locken. So auch in den vergangenen beiden Tagen wieder.
Wie von der Zentralen Studienberatung der JLU - dort teilte man sich Organisation mit den Kollegen von der FH - zu erfahren war, hatten sich dieses Mal insgesamt über 3800 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 12 und 13 aus Gießen und Umgebung für die Veranstaltungen am Mittwoch und Donnerstag an beiden Hochschulen angemeldet. Das sei eine deutliche Steigerung von zwölf Prozent gegenüber 2009, hieß es. Während die JLU in den Fächern Psychologie, Lehramt an Grundschulen und Sportwissenschaft den stärksten Zustrom erlebte, stießen an der Fachhochschule, die sowohl in Gießen als auch in Friedberg ihre Pforten geöffnet hatte, die Informationsveranstaltungen der Fachbereiche Bauwesen, Maschinenbau, Mikrotechnik, Energie- und Wärmetechnik sowie Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik auf das größte Interesse.
Sport ein Favorit
Der Andrang am Institut für Sportwissenschaft am Kugelberg war mit rund 300 Schülern sogar so groß, dass der Hörsaal nicht mehr ausreichte und man stattdessen in die Sporthalle auswich. Dort stellten Prodekan Prof. Georg Friedrich und seine Kollegen den auf den Zuschauerrängen sitzenden 12- und 13-Klässlern die verschiedenen Lehramtsstudiengänge wie auch den Bachelor "Bewegung und Gesundheit" vor. "Für Sport ist das aber ziemlich viel Theorie und Lernen", meinte ein Schüler zu seinem Klassenkameraden. Scheinbar hatte er sich einiges mehr an Spaß und Spiel erwartet. Doch als Sportwissenschaftler oder -lehrer geht es eben nicht ohne das nötige Hintergrundwissen. Wie die jungen Leute dann auch am Mittag von älteren Studierenden erfuhren, die den einen oder anderen Tipp für Anfänger geben konnten.
Mit 142 Personen wieder sehr viele Interessenten fand ebenfalls wieder die FH-Ausbildung in den Studiengängen Informatik sowie den Einzeldisziplinen Ingenieur-, Bio- und Medizininformatik. Nachdem noch ein paar Stühle aus Nebenräumen geholt worden waren, damit alle Schüler einen Sitzplatz hatten, erläuterte Prof. Klaus-Jürgen Kügler, Dekan des Fachbereichs Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik, gemeinsam mit Prodekan Prof. Peter Kneisel und Studiendekan Dr. Alexander Dworschak den Aufbau der Studiengänge. Aufmerksam hörten die jungen Leute ihnen zu. Später bestand dann nach der Besichtigung von Institutsräumen noch die Möglichkeit zu Einzelgesprächen mit Hochschullehrern und Studenten in höheren Semestern.
Viele Informationen und Gespräche
"Ich habe schon früh angefangen, auf meinem Computer zu programmieren", berichtet ein Schüler. Was sein Gegenüber, einer der Studiengangsleiter, nur zu gerne hört. Noch einige Zeit geht das Gespräch dann weiter. Bis es schließlich für den Schüler und seine Freunde wieder auf den Heimweg ging - nun ein ganzes Stück schlauer, was die Zukunft ihnen bringen könnte. Ob nun an der Justus-Liebig-Universität oder der FH Gießen-Friedberg.